Heilpraxis Renate Möller-Hesse
in Harmonie mit der Natur

Sommersonnenwende oder der Sommerbeginn

Am 21. Juni feiern wir heute und unsere Vorfahren seit tausenden von Jahren den längsten Tag und somit gleichzeitig die kürzeste Nacht des Jahres. Es ist die Zeit in der unsere Wiesen in voller Blütenpracht stehen oder es sollten insofern sie nicht einer intensiven Nutzung unterliegen. Ab dieser Zeit werden die heilkräftigsten Blütenpflanzen gesammelt und an schattigen trockenen Plätzen, zu Sträußen gebunden aufgehangen.  Wir Menschen freuen uns auf und über lange Abende, bei warmen Temperaturen unsere Freizeit zu genießen. Was jetzt blüht kann befruchtet werden und in der Hitze des kommenden Sommers zur Fruchtreife gelangen. Dies war unseren Vorfahren ein mehrere Tage dauerndes Lebensfest wert. Es wurde gesungen, getanzt, geliebt und das Leben in vollen Zügen genossen. Verschiedene Rituale wie z.B. das Tanzen mit zum Gürtel gebundenem Beifuß oder das Springen über das Feuer sollte den Menschen helfen gesund und vital zu bleiben. Einige Ethnobotaniker haben hierzu Erkenntnisse, ihrer jahrelangen Forschungen, veröffentlicht. Daraus schöpfe auch ich mein Wissen und verbinde es mit den Erfahrungen eigenen Erlebens in der praktischen Anwendung.

Echte Arnika, Bergwohlverleih - Arnica montana 

diese Pflanze steht unter Naturschutz und darf nicht gepflückt werden!  

Echter Lavendel - 

Lavendula angustifolia Mill.

       Kleinblütige Königskerze -                Verbascum thapus


               Gemeine Schafgarbe -

               Achillea millefolium L. 

       Tüpfeljohanniskraut -                          Hypericum perforatum L.





         Gemeine Goldrute - 

         Solidago virgaurea L.


 










Kräuterbuschen und Kräuterweihe





 Diese Tradition ist in den bayrischen katholischen Regionen gelebtes Brauchtum. Die gebundenen Kräutersträuße werden am 15.August dem Tag der Maria Himmelfahrt in den Kirchen gesegnet. Somit, so glaubt man, erhalten sie zusätzlich zu ihren natürlichen Kräften noch göttliche Wirkung. Vielleicht ist es auch die verbliebene Wertschätzung für all das, was uns Mutter Natur zur Verfügung stellt. Diese gesegneten Sträuße bekommen einen Platz am Hausaltar und werden als Tee bei Erkrankungen oder zu Räucherungen aller Art verwendet. Gerne habe ich mich als Kräuterfrau von dieser Tradition inspirieren lassen. Die stolze Königskerze als Zentrum, binde ich nun verschiedene Kräuter um sie herum und trockne dann alles gemeinsam. Es sieht dekorativ aus und eignet sich hervorragend als Räucherkerze im Freien, welche über mehrere Stunden vor sich hin duftet. Für uns sind die Abende zu den Totenfesten oder spätestens die nächste Mittsommernacht Gelegenheiten solch ein Gebinde zu entzünden.